Ich habe die Schnauze voll…

von Iris Förster

Tag für Tag gehe ich die Alte Rommelshauser Straße entlang und sehe in den Grünflächen und in den Beeten rund um die Bäume Müll liegen. Seit einer Woche stört es mich zunehmend, es scheint fast, als komme jeden Tag mehr Müll dazu. Leere Getränkeverpackungen, Bonbonpapierle und Plastiktüten – es lebe der Coffee to go, er hinterlässt wirklich seine Spuren in der Landschaft.

Ich kann und mag es nun nicht mehr sehen und so nutze ich am sonnigen Samstagvormittag eine freie halbe Stunde, bewaffne mich mit einem Greifer und einer Mülltüte und fange an aufzulesen. Und staune nicht schlecht. Auf dem kurzen Weg vom Kindergarten am oberen Ende des Friedhofes bis zum Containerstandplatz am unteren Ende kommen sage und schreibe 5 kg Müll zusammen. Plastik und Glas sammle ich auf, alles was farbig aus dem Grün hervorblitzt. Wollte ich auch noch die unzähligen Papierschnipsel auflesen, wäre ich heute noch nicht fertig. Aber Papier zersetzt sich ja schneller als Kunststoff – damit tröste ich mich und lasse es für dieses Mal gut sein.

Vielleicht hat es ja außer mir jemand bemerkt und sich daran gefreut, dann soll es recht sein – ansonsten freut es mich allein und ich kann morgen wieder in die Stadt gehen ohne mich ärgern zu müssen…

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