Was fehlt in Waiblingen?

Leere Schaufenster, die traurig in die Waiblinger Fußgängerzone blicken. Der Laden ausgeräumt, die Boutique, die jahrzehntelang die Waiblinger Damenwelt mit modischem Chick versorgt hat – geschlossen.

In der samstäglichen Einkaufshektik hat sich vor dem seit kurzem leerstehenden Geschäft in der Langen Str. 53 eine Menschenmenge gebildet, es wird angeregt diskutiert. Mittendrin Andrea und Silke: „Es war eine spontane Idee. Wir haben beim Hausbesitzer gefragt, er hatte nichts dagegen, weiß selbst noch nicht wie es hier weitergeht.“ Also haben die beiden kurzerhand ein Ideenfindungshappening auf die Beine gestellt. Was fehlt in Waiblingen? Was soll rein, wenn der Laden neu vermietet wird? Jeder darf seine Idee auf ein buntes Zettelchen schreiben und an die Schaufensterscheiben heften.

Abgefahrene Vorschläge sind dabei, so wird Waiblingen das Fisch-Fußpflegestudio wohl erspart bleiben. Ein kleines Mädchen hat seinen Wunsch nach einem Geigenladen gleich mehrfach geäußert. Was nicht kommen soll, steht da auch: Friseure, Handyshops, Bäcker und Optiker, nein danke, gibt’s schon ausreichend. Wie wär’s mit einem Repair-Café, oder vielleicht irgendwas mit Kinderspielecke? Ein häufiger Wunsch ist ein schwäbisches Lokal. Richtig so, im Vergleich mit dem Umland ist die Waiblinger Innenstadt ja wirklich Gastro-Diaspora, anerkanntes Wirtschafts-Notstandsgebiet. Mode für die Dame fortgeschrittenen Alters ist auch ein Thema, das mehrfach auftaucht.

Allein, ob sich der Vermieter nach den Wünschen richtet, bleibt abzuwarten. Da werden sicherlich auch harte ökonomische Fakten zählen. Die Passanten finden jedenfalls Gefallen daran, mitreden zu dürfen. Die Diskussion ist eröffnet: Was fehlt in Waiblingen?

Wir freuen uns auf Kommentare …


  
  
  

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7 Kommentare

  1. Ein Café mit sauberer Kinderspielecke und Offenem Bücherregal, mit vegetarischen Suppen und Salaten oder kleinen Nudelgerichten. Ein Wohnzimmer für Alle. Einfach was zum da sitzen und Plauschen, mit sauberem Fußboden und Wickelmöglichkeit und warmen, tollen Toiletten. Wie im Krabbel- und Stillcafé im Karo, nur täglich und auch mit Älteren. Klar bieten die Bäcker schon viel, besonders der SB-Backshop ist kinderfreundlich und hat gutes Essen. Doch gemütliche Stunden kann man in keinem der zugigen Bäcker verbringen. Wie lässt sich das finanzieren? Vielleicht ein Mitmachcafé? Ein Werbecafé mit Produkten aus anderen Shops?

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    1. Ob ein nichtkommerzielles Konzept genügend Gewinn abwirft um die hohen Mieten in der Waiblinger Fußgängerzone zu zahlen, das bezweifle ich

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